Wer House hört, sich mit Techno beschäftigt, tanzend die Clubs dieser Welt erkundet, wer Veranstaltungen organisiert oder sich einfach nur für die vielseitige Welt der elektronischen Musik interessiert, der dürfte bei einer der vielen Gelegenheiten die Bekanntschaft mit den musikalischen Skills und dem geschmackssicheren Stil eines bestimmten DJs gemacht haben: Oliver Klein!
Der charismatische Jock, Produzent und Techno-Connaisseur weiß, wie man diese besonderen Momente in einem DJ-Set zelebriert und die Magie entfaltet, die in den vielen Facetten elektronischer Musik versteckt ist.
Klarer Parameter für seinen Erfolg im DJ- und Produzentenbusiness sind dabei sowohl Olivers musikalische Bandbreite als auch sein Interesse an verschiedenen Styles. Bei jeder Produktion des gebürtigen Dortmunders kann man förmlich spüren, was seine ersten Schritte in musikalische Welten waren: Purer Funk, Soul und Rare Grooves! Jedenfalls bis einige Freunde ihn 1989 zu einem illegalen Warehouse-Rave mitschleppten und ihn in das sich schnell entwickelnde, rauhe Universum des Techno einweihten. Der Rest ist Geschichte, doch Oliver selbst lässt keinen Zweifel daran, dass sein Blick nach vorne gerichtet ist.
Er verliebte sich umgehend in diese neue, aufregende Art von Musik, das Community-Feeling der Menge, in der er stand und die Energie, die Techno so direkt und ungefiltert frei zu setzen vermochte. Natürlich macht sein Faible für Funk und Soul nach wie vor einen großen Teil von Ihm aus, doch weiß er mühelos eine Verbindung zwischen klassischer, musikalischer Ausrichtung und dem modernen, teilweise ungeschliffenen von Techno herzustellen, ob in seinen Sets, seinen Tracks oder auch in seiner Haltung.
So war es für Oliver und seinen langjährigen musikalischen Weggefährten Jürgen Driessen nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre audiophilen Vorlieben ins Studio trugen. Das erste Release “Virus” erschien folgerichtig einige Zeit später, nämlich 1999, auf Mutekki, einem Label, welches von den beiden mit der Absicht gegründet wurde, ihre ganz persönliche Position im Techno-Zirkus öffentlich zu machen und jungen Newcomer-Produzenten eine Plattform zu bieten, um dasselbe zu tun. Die Platte erregte nicht nur national Aufmerksamkeit, plötzlich waren alle Augen auf dieses kleine Studio in der Gegend von Düsseldorf gerichtet. Nicht, dass die Jungs sich von dem sich jäh einstellenden Fokus auf ihre Tätigkeiten einschüchtern ließen, nein, sie schnallten sich hinter dem Mischpult fest und jagten 2000 das Follow-Up namens “Rheinkraft” hinterher, welches internationalen Erfolg erfuhr und zu einem massiven Hit avancierte. Das Nachfolge-Release zu “Rheinkraft” (welches übrigens kürzlich eindrucksvoll von Gui Boratto und Pig&Dan als “Re-Kraft” geremixed wurde) hieß “Timeloop” und wurde von Ministry of Sound zu einem der 15 wichtigsten Tracks des Jahres 2002 gekürt.
Seitdem verbringt Oliver einen Grossteil seiner Zeit damit, den Erdball zu erkunden, meist als gern und häufig gebuchter Act in weltbekannten Clubs, wie dem “The Gallery” in London (wo er eine 4-jährige Residency wahr nahm), dem “D-Edge” in Sao Paolo, der “Crobar” in Miami oder dem international als Top-Club bekannten “Tribehouse”. Im Studio-Bereich kooperierte er unter anderem mit Martin Eyerer, Ramon Zenker (Hardfloor) und Peter Jürgens, um nur einige Namen zu nennen und lieferte einige, von Medien wie Publikum gleichermaßen bejubelte Releases ab, des weiteren Neuinterpretationen und Remixe für Künstler wie Pascal F.E.O.S., Sebastian Leger oder Border Community-Mastermind James Holden.
Doch nicht, dass all die Arbeit ihn auslasten würde… Anfang 2006 rief er als Part eines Teams aus Freunden ein weiteres, ambitioniertes Projekt ins Leben: Das “Home14″! Mit hochkarätigen Bookings, einem überwältigenden Soundsystem und einem ausgefeilten Night&Day-Konzept bestimmte der Club für knapp zwei Jahre das Partygeschehen in Düsseldorf und holte neben internationalen DJ-Größen wie Sven Väth, Moodyman, Luciano, Tobi Neumann, Funk D’Void, Matthias Tanzmann oder Anja Schneider vor allem Clubber aus weiten Teilen Deutschlands und Umgebung in die Landeshauptstadt.
Momentan befährt Oliver Klein die “Electric Avenue” also mit dem Fuß wie immer hart am Gas, spielt Gigs rund um den Globus und macht dabei regelmäßig Halt in Südamerika. Neben einer eigenen Veranstaltungsreihe namens “Planlos”, die im “Vrstck”/Dortmund ihren erfolgreichen Anfang fand, sich in der “Residenz”/Paderborn fortführt und Hochkaräter wie Karotte oder Dennis Ferrer in die heimischen Breitengrade holt, hielt das Jahr 2008 einen weiteren großen Karriere-Meilenstein für ihn bereit: Nach jahrelangen regelmäßigen Gastspielen im “Tribehouse” in Neuss wird er offiziell in den Resident Kader des en-vogue Clubs berufen, um diesen mit seinem Sound mit zu prägen. Auf der Produktionsseite blickt er mit seinem brother-in-crime Martin Eyerer nicht nur auf zwei Veröffentlichungen und eine Mix-Compilation auf dem Kölner Label MBF, sondern auch auf zwei weitere Releases “Babylon” (Kling Klong) und “Körnerfresser” (Confused Rec.) zurück. Aber auch an der Seite seines langjährigen Freundes und Weggefährten Peter Jürgens sorgt er mit der Single “Scoville” und dem Remix für Great Stuff´s Charterfolg Mason “The Ridge” international für Furore. 2009 hält neben weiteren Kooperationen mit Eyerer (“Sweeper as Suggar”) und Jürgens (“Let´s take it”) einen Oliver Klein solo Remix für Gregor Tresher auf der Great Stuff 5 Jahres Compilation sowie den Beitritt in die Great Stuff Bookingagentur bereit. Charakterisiert und allerorten schnell erkannt durch seine unnachahmlich pumpenden Grooves, fährt er also fort, den Respekt seiner Mitstreiter, Kollegen und Fans weltweit zu erfahren.
Die Oliver-Maschine rollt und rollt, man bleibe also aufmerksam und genieße weiterhin den Trip mit Klein-Airways!



